Ass und Zehn: warum die Zehn im Skat so mächtig ist

Zwei Dinge über die Zehn bringen fast jeden Anfänger durcheinander. Das erste ist ihr Rang: Die Zehn schlägt den König, den Buben und die Dame, obwohl sie im normalen Kartenspiel eine der niedrigen Karten ist. Das zweite ist ihr Wert: Sie zählt zehn Augen und ist damit gleich nach dem Ass die schwerste Karte im Spiel. Beides zusammen macht die Zehn zu einer Karte, die man leicht überschätzt und noch leichter verliert. Ich habe schon ganze Spiele gekippt gesehen, nur weil jemand seine blanke Zehn im falschen Moment auf den Tisch gelegt hat. In diesem Artikel gehe ich beides durch, den Rang und den Wert, und zeige dir, wie du die Zehn behandelst, deine eigene und die des Gegners. ...

Skatkarten in einem Etui auf einem Tisch

Gegen ein Null spielen: so bringt ihr den Alleinspieler zu Fall

Beim Nullspiel dreht sich alles um. Sonst zählt ihr Augen und wollt über 60 kommen, hier sind Augen völlig egal. Der Alleinspieler hat genau ein Ziel: keinen einzigen Stich machen. Und ihr habt genau ein Gegenziel: ihm einen einzigen Stich aufzwingen. Mehr braucht ihr nicht. Ein Stich, irgendeiner, und das Null ist verloren. Das klingt leicht, ist es aber nicht, denn ein guter Nullspieler hat sich sein Blatt so gedrückt, dass er fast überall untendurch schlüpfen kann. In diesem Artikel zeige ich dir, wie ihr ihn trotzdem stellt. Wenn dir die Grundregeln des Null noch nicht sicher sitzen, lies vorher das Nullspiel nach, hier baue ich darauf auf. ...

Skatkarten mit den vier Buben auf einem Tisch

Das teuerste Skatspiel: wie der höchste Spielwert 264 entsteht

Irgendwann fragt am Stammtisch jemand: Wie viel kann ein einzelnes Skatspiel eigentlich maximal wert sein? Meistens folgt eine kleine Diskussion, jeder nennt eine andere Zahl, und selten stimmt sie. Die richtige Antwort lautet 264, und dahinter steckt ein ganz bestimmtes Spiel, das man in einem ganzen Skatleben vielleicht ein oder zwei Mal wirklich zu sehen bekommt. Ich rechne den Wert hier Schritt für Schritt vor, zeige, warum ausgerechnet dieses eine Spiel an der Spitze steht, und trenne dabei sauber zwischen Spielwert und Reizwert. Denn genau da liegt der Denkfehler, der die meisten Tischdiskussionen entgleisen lässt. ...

Ein ausgebreitetes Doppelkopf-Kartendeck mit den doppelt vorhandenen Karten

Skat oder Doppelkopf: die Unterschiede, die am Tisch wirklich zählen

An vielen Stammtischen liegen beide Spiele auf demselben Tisch. Sind drei Leute da, wird Skat gereizt; kommt der vierte dazu, wechselt die Runde oft zum Doppelkopf. Ich mache das seit Jahrzehnten so und höre trotzdem regelmäßig dieselbe Frage von Neulingen: Was ist eigentlich der Unterschied? Beide Spiele benutzen ein französisches Blatt, in beiden geht es um Trümpfe und um Augen, und beide haben diesen typischen Ruf, kompliziert zu sein. Aber am Tisch fühlen sie sich grundverschieden an. Das eine ist ein Duell, das andere ein Mannschaftsspiel. Ich gehe hier die Unterschiede durch, die wirklich zählen, und sage am Ende auch, warum der Umstieg von Skat zu Doppelkopf leichter ist, als die meisten glauben. ...

Ein französisches Skatblatt mit allen 32 Karten, ausgebreitet auf dem Tisch

Zählt der Skat mit? Was die zwei gedrückten Karten für deine Augen bedeuten

Es gibt am Skattisch wenige Momente, die so oft für Streit sorgen wie das Auszählen am Spielende. Der Alleinspieler dreht seine Stiche um, zählt fünfundfünfzig, sechzig, und dann greift er nach den beiden Karten, die er zu Beginn weggelegt hat. “Moment, die zählen doch nicht mit?” Doch, sie zählen. Und genau dieser Griff nach dem gedrückten Skat entscheidet manches Spiel, das auf der Kippe stand. Ich habe schon Runden gewonnen, weil in meinem Skat eine Zehn lag, an die niemand mehr gedacht hatte. Damit du am eigenen Tisch nie wieder in diese Diskussion gerätst, gehe ich hier in aller Ruhe durch, wann der Skat zu deinen Augen zählt, wann nicht, und wie ich am Ende sauber zusammenrechne. ...

Die vier Buben eines Skatblatts nebeneinander, die einzigen Trümpfe im Grand

Gegen den Grand verteidigen: wie ihr den Alleinspieler zu zweit kippt

Wenn am Tisch ein Grand angesagt wird, sacken bei vielen Gegenspielern die Schultern nach unten. Der Alleinspieler hat ein starkes Blatt, sonst würde er keinen Grand riskieren, und der Reizwert steht hoch. Trotzdem verliere ich als Alleinspieler regelmäßig Grands, und zwar fast immer gegen zwei Gegner, die wissen, was sie tun. Ein Grand ist kein Selbstläufer. Er fällt an den langen Farben, an früh kassierten Assen und an der Sitzposition. Ich zeige hier, wie ihr als Gegenspieler einen Grand ins Wanken bringt, statt ihn geschlagen abzunicken. Wer die Grundlagen des Spiels noch einmal nachlesen will, findet sie im Beitrag was ein Grand ist. ...

Drei Spieler am Skattisch, konzentriert über ihren Karten

Karten merken beim Skat: den Überblick behalten, ohne Gedächtniskünstler zu sein

Wenn ich Anfängern beim Skat zusehe, höre ich fast immer denselben Stoßseufzer: “Ich kann mir doch nicht alle Karten merken.” Das musst du auch gar nicht. Ich spiele seit Jahrzehnten und merke mir in einem einzelnen Spiel nie alle zweiunddreißig Karten, keiner tut das. Was gute Spieler von schwachen unterscheidet, ist nicht ein Fotogedächtnis, sondern die Disziplin, sich auf die drei, vier Dinge zu konzentrieren, die das Spiel wirklich entscheiden. Der Rest ergibt sich. Ich gehe hier durch, worauf ich am Tisch tatsächlich achte, und am Ende steht ein einfaches Merksystem, mit dem du sofort anfangen kannst. ...

Vollständiges deutsches Skatblatt mit allen Karten ausgelegt

Das Blatt sortieren: wie ich meine zehn Karten ordne und lese

Man erkennt einen erfahrenen Skatspieler oft schon daran, wie er seine Karten aufnimmt. Kein Hektik, kein Umsortieren mitten im Reizen, sondern ein ruhiger Griff, und die zehn Karten liegen in einer Ordnung, aus der er ablesen kann, was das Blatt hergibt. Anfänger dagegen halten ihre Karten oft, wie sie kamen, kreuz und quer, und wundern sich, dass sie im Reizen ins Schwimmen geraten. Sortieren ist keine Fleißarbeit, sondern der erste Schritt jeder Entscheidung. Ich zeige dir, wie ich es mache und was ich dabei alles aus dem Blatt herauslese. ...

Ausgespielter Stich mit deutschen Skatkarten auf dem Tisch

Der Schnitt beim Skat: das Ass zurückhalten und die Zehn fangen

Es gibt einen Fehler, den ich an fast jedem Stammtisch sehe, und er kostet leise Augen, ohne dass es jemand merkt. Eine kleine Karte einer Nebenfarbe wird angespielt, und der Nächste haut sein Ass drauf, obwohl gar nichts Fettes im Stich liegt. Vier Augen für den König hätten gereicht, das Ass ist verpulvert, und die gegnerische Zehn liegt gemütlich weiter auf der Hand und kommt später ungeschoren durch. Genau davor schützt der Schnitt. Er ist keine Zauberei, sondern die Kunst, eine hohe Karte bewusst liegen zu lassen, um mit ihr eine wertvollere zu fangen. Ich gehe das der Reihe nach durch, so wie ich es am Tisch tatsächlich spiele. ...

Aufgefächertes Skatblatt mit deutschen Spielkarten

Falsch bedient beim Skat: was die Skatordnung wirklich sagt

Es passiert schneller, als man denkt. Einer ist mit den Gedanken woanders, wirft eine Herz ab, obwohl noch ein Karo auf der Hand liegt, und die ausgespielte Farbe war Karo. Falsch bedient. Am Küchentisch wird dann gern lange diskutiert, wer jetzt was hat und ob man den Stich einfach zurücknimmt. Die Internationale Skatordnung des Deutschen Skatverbandes ist da erfreulich eindeutig, und wer die paar Regeln kennt, erspart sich das halbe Streiten. Ich gehe sie der Reihe nach durch, so wie sie in der Ordnung stehen und wie ich sie am Tisch anwende. ...

Buch: Skat verstehen und gewinnen

Das Buch zum Blog

Skat verstehen und gewinnen

Das große Handbuch von Werner Brandt: alle Regeln, das Reizen mit vollständiger Reiztabelle, Farbspiel, Grand, Null und Ramsch, dazu vier Beispielhände Stich für Stich.

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