Mit und ohne beziehen sich beim Skat auf die Spitzen, also die Buben von oben durchgezählt: Kreuz-Bube, Pik-Bube, Herz-Bube, Karo-Bube. Wer die obersten Buben lückenlos besitzt, spielt “mit” so vielen Spitzen; wer sie von oben her nicht hat, spielt “ohne” ebenso viele. Beide Fälle ergeben dieselbe Zahl und denselben Faktor.

Was “mit 2 spielt 3” bedeutet

Der Spruch fasst die Rechnung zusammen. Zu den gezählten Spitzen kommt immer eine 1 für das Spiel selbst hinzu. Wer mit zwei Spitzen spielt, also den Kreuz- und den Pik-Buben lückenlos hält, hat den Faktor 2 plus 1, also 3. Deshalb heißt es “mit zwei spielt drei”. Genauso gilt “mit einem spielt zwei” oder “ohne drei spielt vier”. Die Spielstufe ist damit gefunden, den Rest erledigt der Grundwert. Wie daraus der volle Spielwert wird, steht im Beitrag zur Spielwertberechnung.

Mit oder ohne: warum die Zahl gleich ist

Entscheidend ist immer der oberste Trumpf, der Kreuz-Bube. Hast du ihn, zählst du von oben, wie viele Buben lückenlos folgen, das sind deine “mit”-Spitzen. Hast du ihn nicht, zählst du von oben, wie viele dir fehlen, das sind deine “ohne”-Spitzen. Ein Beispiel: Du hältst Kreuz-Buben und Pik-Buben, aber nicht den Herz-Buben. Dann spielst du “mit zwei”. Fehlt dir dagegen schon der Kreuz-Bube, hast aber Pik- und Herz-Buben, dann spielst du “ohne eins”, denn oben fehlt genau ein Bube. In beiden Fällen bestimmt die lückenlose Reihe ab dem Kreuz-Buben die Zahl. Beim Grand sind ausschließlich die vier Buben Trumpf; bei den Farbspielen zählen darunter noch die Trumpfkarten der jeweiligen Farbe, aber die Spitzen sind immer nur die Buben.

Warum die Spitzen den Reizwert bestimmen

Die Zahl der Spitzen ist der wichtigste Baustein deines Reizwerts, denn sie steckt direkt im Faktor. Je mehr lückenlose Buben du von oben hast oder je mehr dir von oben fehlen, desto höher steigt der Spielwert und desto höher darfst du reizen. Die vollständige Reihe der erreichbaren Werte findest du im Beitrag zu den Reizwerten.